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Nachtrag zu: ist das Kunst oder kann das weg, da ist ein Beitrag drin, den ihr unbedingt noch lesen müsst

Fäkalien in Dosen

Die Kunst vergisst dabei nämlich eines: Sie hat Betrachter. Und ich als Betrachter fühle mich so einfach nicht ernst genommen. Ein Beispiel: Konzeptkünstler Piero Manzoni verkaufte in den 60er Jahren seine eigenen Fäkalien in Dosen. 30 Gramm feinste „Künstlerscheiße“ – so wirklich der Titel. Das Ganze zum Preis von 30 Gramm Gold. Heutzutage würde man dafür also knapp 400 Euro für die „Künstlerscheiße“ bezahlen.

Klar, Manzoni will kritisieren, dass in der Kunst viel zu Gold gemacht wird, was es nicht wert ist. Und auch Manzoni hat es geschafft: seine „Künstlerscheiße“ wurde im Jahr 2008 für 124.000 Euro versteigert. Aber ist gerade das das richtige Mittel? Im Grunde genommen lässt er sich seine ach so tolle Kritik doch genauso versilbern, wie alle anderen Künstler das auch tun.

 

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7 Gedanken zu “Nachtrag zu: ist das Kunst oder kann das weg, da ist ein Beitrag drin, den ihr unbedingt noch lesen müsst

  1. für mich, der sich seit 5 jahrzehnten mit kunst und den widersprüchen zwischen kunst und kunstmarkt als wertanlage buchstäblich zwischen allen stühlen sitzend, trotz alledem immer noch ernsthaft AUSEINANDERsetzt – ist das nur KACKE.

    im fall der kacke in dosen ein niedriger beweggrund, wohlkalkulierte provokation, im protestgewand um aufmerksamkeit buhlend, sich selbst profitabel vermarktend !
    einfach zu geistlos umgesetzt und produzieren lassen / war es denn wenigstens seine eigene kacke ?

    KACKE ohne das grosse als wort davor, ist fürwahr nur kleingeistig bis primitiv.

    es kann zwar kein MASSband geben, für gute, weniger gute, schlechte, miserable, übelste oder völlig uninteressante kunst – dieser gehört zu den miserablen, übelsten.

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    • was ich hier in wordpress kommentiere ist nur eine gratwanderung zwischen der tatsache und einer meinung, frei nach dem motto: wer schweigt, scheint einverstanden. im fall der künstlerkacke ändere ich nicht meine meinung, korrigiere nur die wörter, seine kunst ist einfach völlig uninteressant und die kacke kann nicht mehr stinken, die dose bleibt verschlossen und damit ist die sache erledigt.

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  2. Oh ja…es ist viel Kaka in Dosen unterwegs da draussen😂 Und die zahlreichen Käufer geben den Urhebern der Häufchen auch noch recht… Ich hab in einen Blogbeitrag diese Situation auf den Kunstmarkt mal humorvoll beschrieben indem ich das Märchen “ Des Kaisers neue Kleider“ etwas den Thema angepasst habe. Der Titel: „Des Galerist neues Kunstwerk.“Wenns interessiert mal auf meine Seite schauen. Ist leicht zu finden, da ich neu hier bin und noch relativ wenig Beiträge verfasst habe. Gruß and Make Art not shit!😎😁🎨

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  3. claraclaireclara schreibt:

    Hatte den Artikel heute Mitag schon gesehen.Es handelt sich hier auch nur um ein Wirtschaftsprodukt, daß auf dem Markt angeboten wird.
    Ich hoffe, die Scheiße war wenigstens “ Bio“ 😁.

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  4. Es ist schlimm, was alles unter dem Deckmäntelchen „Kunst“ zu Geld gemacht wird. Meine Frau Lynn – die ja Kunst studiert hatte, und sich wirklich auskannte – schüttelte oft verständnislos den Kopf. Aber, wir leben in einem freien Land. 😡

    Liebe Grüße, Werner

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